Künstliche Intelligenz

Wie intelligent sind unsere Computer?

Von Barbara Luckmann

Jeder spricht von künstlicher Intelligenz (KI), doch nur die wenigsten verstehen was sich dahinter verbirgt. Einfach gesagt handelt es sich bei KI um einen Algorithmus, also einen Computercode. Es lassen sich zwei Arten der KI unterscheiden: Die schwache KI und die starke KI. Was bedeutet das konkret?

Bei der schwachen KI haben die Computer ein Spezialgebiet, das heißt sie sind richtig gut in einem Gebiet. Typisch hierfür, der klassische Schachcomputer oder Siri. Bei der starken KI hingegen, verfügt das System über dieselben intellektuellen Fähigkeiten wie das menschliche Gehirn. Doch wie wird aus einer schwachen KI eine starke KI?

Zunächst imitiert man, wie das menschliche Gehirn lernt: Ein künstliches neuronales Netzwerk muss her. Die künstlichen Neuronen sind miteinander verbunden und müssen nun lernen. Ziehen wir an dieser Stelle das Beispiel der Bilderkennung heran: Im ersten Schritt wird das System mit einem riesen Datensatz an Bildern gefüttert. Dann erst beginnt die eigentliche Arbeit: Der Computer muss jetzt erkennen, welche der Bilder die „richtigen“ sind und bekommt zu jeder Entscheidung eine Rückmeldung. Je nach Rückmeldung verändert das Netzwerk die Verbindungen zwischen den einzelnen Neuronen. Jene die zum richtigen Ergebnis geführt haben werden verstärkt. Nach und nach wird das Netzwerk so zu einem intelligenten neuronalen Netzwerk, das sich eigenständig vorlaufend optimiert. Diesen Prozess nennen Experten Deep Learning. Ist das realistisch?

Tatsächlich setzt Shell schon heute KI ein, um die Sicherheit an ihren Tankstellen zu erhöhen. Durch den Einsatz von Kameras vor Ort können Algorithmen eingerichtet werden, wodurch Maschinen lernen, Situationen mit erhöhtem Risiko zu erkennen: Wenn Kunden während dem Tanken rauchen, Diebstahl oder fahrlässiges Fahren.

Microsoft entwickelte das zukunftsweisende Projekt InnerEye, welches derzeit im Addenbrooke’s Hospital in Cambridge genutzt wird. Hier werden Machine Learning und Computer Vision dazu genutzt um radiologische Bilder zu analysieren und auszuwerten. Mit InnerEye wird es möglich, Tumore in Sekunden zu erkennen und dadurch bessere Diagnosen zustellen und effizientere Behandlungstherapien zu veranlassen.

Was macht künstliche Intelligenz so viel attraktiver als menschliche Intelligenz?

Brain vs AI
Der Kostenfaktor: Maschinen sind wesentlich billiger als Angestellte. Man muss für sie weder Abgaben noch Steuern zahlen und sie nehmen auch keinen Krankenstand.

Die Ausführungsgeschwindigkeit: Während ein Arzt etwa 10 Minuten braucht um eine sichere Diagnose zustellen, schafft KI in derselben Zeit eine Million.
Die operativen Fähigkeiten: Maschinen zeigen keinen Stillstand in ihrer Arbeit aufgrund von Sättigung und sie brauchen weder Urlaub, oder Erholung.
Die Genauigkeit: Maschinen sind präziser, treffen bessere Entscheidungen und handeln ohne Einfluss von Emotionen.

Der Produktivität des menschlichen Gehirns sind natürliche Grenzen gesetzt. Sogar Experten stoßen immer wieder an die Grenzen des Möglichen. Es gibt weder einen Experten noch eine Gruppe von Experten, die in der Lage sind, Informationsmengen von mehreren Tausend Daten effizient zu verarbeiten. Die Verwendung von KI führt dazu, Probleme wie dieses vollständig lösen zu können.