“We are a digital first Company“. Das war die Vorgabe die sich der Springer Verlag selbst gegeben hat.

Unsere Aufgabe war es, diese Vorgabe in ein Visuelles System umzuwandeln, das einerseits dem digitalen Zeitgeist entspricht und andererseits den traditionsreichen Verlag widerspiegelt.

Das Internet setzt sich durch. Das stellt alle Verlage der Welt vor neue Aufgaben. Einerseits gilt es, die Chancen, die sich durch die technische Entwicklungen, die Integration neuer Gadgets wie Tabletts und Smart-Phones zu nutzen. Andererseits ist es unabdingbar, hier eine Markenentwicklung voranzutreiben, die eine alte analoge Welt mit der Zukunft einer digitalen, interaktiven Welt verknüpft. Die Herausforderung liegt hier in einer konsistenten Markenkommunikation.

Der Springer Verlag ist der weltweit zweitgrößte Verlag für wissenschaftliche Publikationen. Conditio sine qua non ist die ausgezeichnet Qualität der angebotenen Zeitschriften und Bücher. Dies wird auch im Anspruch an die Markengestaltung des Verlags gelegt. Diese war eben in der letzten Dekade mit der Integration interaktiver Plattformen im Internet ein wenig aus der Form geraten, da keine konsistenten Gestaltungselemente verwendet worden sind. Ziel unserer Reise mit Springer ist es, eine Markenstrategie zu entwickeln, die sowohl im digitalen, als auch im Offline-Bereich funktioniert: stringente, leicht verständliche Elemente zu entwickeln, die einfach auf diverse Devices umgesetzt werden können. Und mit dieser Qualität auch so eine konsistente Markenkommunikation für Springer garantieren.

Der erste Schritt bestand für uns darin, Klarheit in die Gestaltung der Marken- und Submarken zu bringen, um eine gute Ausgangsbasis für weitere Designs zu haben. Die Aufgabe wurde durch den Umstand erschwert, dass wir alte, bereits gut etablierte Marken und Gestaltungsvarianten beibehalten, bzw. erweitern mussten.

Der Springer Verlag arbeitet schon seit Jahren mit den Schriften Myriad und Minion. Um den Verlagscharakter der Marke Springer visuell zu unterstreichen hat die dmcgroup die Serifenschrift Minion wieder mehr ins Gestaltungszentrum gezogen. Sowohl im Web als auch in den zukünftigen Print Materialien wird die Serifenschrift wieder eine zentrale Rolle einnehmen.

Um in der digitalen Welt gestalterisch frischer werden zu können hat die dmcgroup eine neue Farbpalette entwickelt – die dem dunkel gedeckten Blau des Verlages ein frisches modernes Blau gegenübergestellt. Dieses Blau trägt als interaktions bzw. Actionfarbe sehr viel zum neuen digitalen Auftritt des Springer Universums bei. Im Offline Bereich unterstützt es als neue Auszeichnungsfarbe den modernisierten Gesamt Look von Springer.

 

The ultimate grid

 

Um für die Herausforderungen der explosionsartigen Verbreitung von digital Devices gewappnet zu sein, haben wir für Springer das „Ultimaten“ Gridsystem entwickelt: ein bis auf fünf Pixel zerteil-bares 980er Raster: der Klebestoff der digitalen Gestaltungswelt von Springer. In unserem Fall ist der Begriff „ultimate“ auch auf die einfache Skalierbarkeit des Grids auf diverse Mobile- und Tablet-Varianten der Springer Seiten zurückzuführen.

 

Der Header ist das Buchcover der digitalen Welt

 

Oft unterschätzt ist der Header ein sehr wichtiges Markenelement im digitalen Zeitalter – „Reduzieren auf das Wesentliche“ war unser Zugang bei der Neugestaltung des Headersystem für Springer. Um die vielen Webseiten des Springer Verlages wieder in ein einheitliches Erscheinungsbild zu bringen, haben wir unser neues Regelwerk sehr streng angelegt. Der Gedanke war: soviele Elemente wie möglich, auf sovielen Platformen wie möglich, so schnell es geht, zu vereinheitlichen. Zentrale Elemente wie Logoposition, Navigation oder die Positionierung des Suchfeldes sollen dabei auf jeder Springer Webseite identisch sein und so langfristig die digitale Identität des Verlages stärken.