Von Kaffeehauskultur und moderner Dekadenz: Wenn der Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer zum Tanz in die Hofburg lädt, dann lässt sich das Who is Who aus Kunst, Kultur, Literatur und Musik nicht lange bitten.

Am 18. Jänner 2018 ist es wieder soweit. Die Wiener Hofburg öffnet ihre Türen für eine der wohl glamourösesten Veranstaltungen der Saison. „Café Modern: gestern, heute, morgen“ heißt das diesjährige Motto des 61. Wiener Kaffeesiederballs. Das Programm: Ein Brückenschlag, der die Vereinigung von Kunst und Kaffee zwischen den Zeiten aufzeigen soll. Zu diesem Anlass entwarf die Design Agentur dmcgroup ein neues Logo, um das diesjährige Motto mit einem neuen Look zu unterstreichen.

Gestern – heute – morgen

Vor 61 Jahren rief der Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer einen neuen Ball ins Leben, welcher von da an im Jänner die Wiener Ballsaison aufmischen sollte. Was einst als Zeichen für die Wiener Kaffeehauskultur und als Veranstaltung der Kaffeesieder ins Leben gerufen wurde, entwickelte sich schnell zu einem der größten Bälle Österreichs. Die mittlerweile traditionsreiche Veranstaltung in Wien feierte im letzten Jahr sogar ihr 60-jähriges Bestehen. Mit dem diesjährigen Motto „Café Modern“, soll der ursprünglichen Bedeutung des Wiener Kaffeehauses Tribut gezollt werden, welches für Künstler, Intellektuelle und Freigeister ein Ort losgelöst von gesellschaftlichen und politischen Zwängen war. Das Café als Schauplatz der Freiheit, welches eine ganz besondere erotische Anziehungskraft für kulturellen Diskurs bot. Kein Getränk der Welt konnte eine Räumlichkeit erschaffen, wo die verschiedenen Kunstformen ein Zuhause gefunden haben. Der Kaffeesiederball ist nicht nur ein Ball, von dem ganz Wien schwärmt. Der Kaffeesiederball ist eine der Veranstaltungen, die es wie keine andere versteht, alt und neu unter einem Dach zu vereinen. Aus der Geschichte der Wiener Kaffeehäuser und ihrer Bedeutung für Künstler und Freidenker ganzer Generationen, zog die dmcgroup bei der Gestaltung des Logos ihre Inspiration. 

Alterslos anziehend

Besonders in der Jahrhundertwende, bot das Kaffeehaus in Wien eine Zuflucht für Virtuosen wie Gustav Klimt, Siegmund Freud, Otto Wagner, Thomas Bernhard, Alma Mahler oder auch Arthur Schnitzler. Auch heute noch ist das Café der Treffpunkt für die verschiedensten Altersgruppen und Menschentypen. Das Kaffeehaus gilt als Ort der Entschleunigung, als Ort der Muse und des Genusses. Die Beständigkeit und der ewige Wandel wurden in diesem Jahr vom Kaffeesiederball 2018 aufgegriffen und durch ein neues Corporate Design unterstrichen.

 

Art Nouveau trifft auf dmcgroup

2018 erstrahlt der Wiener Kaffeesiederball nicht nur mit einem neuen Markenauftritt, sondern auch in einem zeitgeistigen Design und neuem Logo. Jürgen Bauer – seines Zeichens dmcgroup Art Director und bildnerischer Künstler – hat ein zeitlos elegantes Logo geschaffen, welches sich auf die Typographie und den Geist des Jugendstils beruft. Das Design sollte auf klare, reduzierte und elegante Weise, die Alterslosigkeit und Lebendigkeit der Wiener Kaffeehauskultur aufrechterhalten. „In meiner Arbeit am Logo, wollte ich die goldene Wiener Zeit wiederaufleben lassen. Beim Neudesign, habe ich mich von den Versalien des Wiener Jugendstils und dem Handwerk der Wiener Werkstätten inspirieren lassen“, so Bauer. Das neuerschaffene Design sollte dem Geist des Wiener Kaffeehauses als Hort der Kunst, Kultur und Musik, Ausdruck verleihen. Doch das Kaffeehaus gehört nicht nur zum traditionellen Wiener Stadtbild dazu, es erfindet sich zudem auch immer wieder neu. Das Kaffeehaus und der Kaffee als sich immer wieder neuerschaffende Innovation durch gesellschaftliche, künstlerische und zeitgenössische Strömungen hindurch. Die Wiener Tradition mit dem Puls der Zeit zu vereinen – das war die Vision der dmcgroup, als sie sich an die Neuerschaffung des Logos gemacht hat.

Dieses Design wird auch auf dem diesjährigen Ballplakat von Primaballerina des Wiener Staatsopernballets, Ketevan Papava, vermittelt. Papava hält ein goldenes Kaffeetässchen in der Hand und gleicht dabei nonchalant einer modernen Nofrete, dessen Hut nicht zufällig an die Kuppel der Secession erinnert.